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Der jüdische Friedhof in Hausberge

Der Jüdische Friedhof Hausberge
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Einblick
Jüdisches Leben im Amt Hausberge und in der Stadt Hausberge (seit 1720 Stadtrechte) gab es reichlich und noch dazu die Besonderheit, dass es hier einen zweigeteilten jüdischen Friedhof gibt - einen größeren Mindener Teil und den östlich gelegen kleineren Hausberger Teil.
Hier finden wir überwiegend Grabsteine -viele aus Porta-Sandstein kunstvoll erstellt- der Familie Michelsohn (s. unten im Text. Die Friedhofsanlage lädt den Besucher/die Besucherin dazu ein, sich  näher umzusehen, die Grabsteine mit ihren Inschriften zu betrachten und vielleicht auf bekannte und berühmte Namen zu stoßen wie Jacobi (> Abraham Jacobi) oder Boas (> Franz Boas).

Die jüdische Unternehmerfamilie war über Generationen hinweg im Kies- und Sandabbau tätig; auch Kalköfen wurden betrieben, und natürlich auch tätig im Sandsteinabbau auf dieser Weserseite (im Jakobsberg) und auf der anderen Weserseite (Ortsteil Barkhausen), direkt im Wiehengebirge unter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Um den sehr guten Sandstein  aus der Porta zu sehen, hat man hier auf dem Friedhof, gerade im Hausberger Teil, etliche Beispiele, ganz hervorstechend natürlich der Säulenportikus direkt am Eingang zum Friedhof. Hier findet man das sog. Urnenmausoleum der Familie Michelsohn. Nun kann man auch verstehen, wieso viele Grabsteine aus Porta-Sandstein erstellt wurden. Von den ca. 33 Grabsteinen tragen sind ca. 15 Steine der weitverzweigten Familie Michelsohn zuzuordnen.

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Teil des Urnentempels
Blick auf den Hausberger Teil (Perspektive)
SchülerInnen bei Pflegearbeiten (Hausberger Teil des Friedhofes)
Gedenkplatte Michelsohn
Gedenkplatte von Otto Michelsohn, auf
seinen Wunsch verlegt 1992 für seinen Cousin
Max M. und dessen Frau Frieda, ermordet im KZ Riga
Blick in den Urnentempel mit den sechs Urnenfächern
Blick in den Urnentempel (vor der Sanierung!!)
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